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Soweit die Legende...

Die Entdeckung der Seide und Ihr Weg in den Westen

In der Tat ist Seide als Stoff für Luxusartikel in China bereits seit 4000 – 5000 Jahren bekannt. Ursprünglich durfte nur der Kaiser dieses edle Material tragen, später auch hohe Beamte am Hofe. Mit der Weiterentwicklung der Produktionstechnologien verbreitete sich der Gebrauch der Seide. Zeitweise wurde Seide wegen ihres hohen Wertes auch als Zahlungsmittel verwendet. Ab etwa 2000 vor Christus begann China Seide über die sogenannte Seidenstraße auch mit westlichen Ländern zu handeln, wobei Seidenprodukte jedoch immer Luxusartikel für wohlhabende Menschen waren. 

Die Verbreitung des “Produktions- Know-Hows“ der Seidenherstellung war dabei bei Todesstrafe verboten – und konnte dadurch für über 2500 Jahre verhindert werden. Es wird behauptet, dass es etwa 550 nach Christus zwei Mönchen gelungen ist, Seidenkokons in ihren Wanderstäben bis nach Konstantinopel / Byzanz zu schmuggeln, wo dann jahrhundertelang der wichtigste Seidenmarkt stattfand. Es dauerte allerdings noch gut weitere 700 Jahre (bis in das 13. Jahrhundert), bis sich die Technologie der Seidenherstellung weiter nach Westen verbreitete.
Um 1400 wurden in der Lombardei große Maulbeerbaumplantagen angelegt und im 15ten Jahrhundert war Italien dann die führende Nation in der Herstellung von Seide, welche im 19ten Jahrhundert ihre Blütezeit hatte. Später wurde dies Frankreich, welches im 17. Jahrhundert seine Kapazitäten in der Seidenherstellung stark erweiterte. Um 1620 wurde dann der Seidenweberbezirk in London durch geflohene Hugenotten gegründet. Vom 17. bis in das 19. Jahrhundert war Krefeld eine der Stätten der Seidenherstellung. Von China aus verbreitete sich die Seidenraupenzucht und die Seidenherstellung nach Indien, Korea und Japan. Auch heute noch sind diese Länder nach China und zusammen mit Brasilien und Thailand die weltweit bedeutendsten Seidenproduzenten.



Seide, eine bemerkenswerte Naturfaser

Seit Jahrhunderten genießt die Seide den Namen einer königlichen Faser. Heutzutage sagen die Leute zur Seide, dass sie eine Gesundheitsfaser ist. Maulbeerseide ist somit eine der bemerkenswerten Naturfasern der Welt und nicht umsonst seit mehr als 4000 Jahren als Luxusartikel mit optimalen Trageeigenschaften“ bekannt.
Da Maulbeerseide aus dem Eiweiß Fibroin besteht, kann sie als natürliche Polyamid-Faser bezeichnet werden. Die sich wiederholende Folge der Aminosäuren in ihrem Aufbau der menschlichen Haut sehr ähnlich ist. Daher ist Maulbeerseide die optimale "zweite Haut", und hat die beste Hautverträglichkeit. Sie kann auch von empfindlichen Menschen problemlos auf der Haut getragen werden.

Maulbeerseide zeichnet sich aus durch ein außerordentliches Tragekomfort, dass sie auf der Haut getragen werden kann und eine gute Wärmeigenschaft aufweist. Maulbeerseide hat auch die besondere Eigenschaft, dass sie Feuchtigkeit aufnehmen kann ohne sich feucht anzufühlen. Somit lässt dieses ausgesprochen einzigartige Material nicht nur gut tragen, sondern es lässt sich auch hervorragend darin schlafen…

Zucht und Herstellung


Die SICHOU-Maulbeerseidendecken sind ein hochwertiges Produkt, das zu 100% aus Maulbeerseide hergestellt ist. Die Einschütte ist aus Maulbeerseide wie auch das Vlies das allerdings aus Rohseide besteht. Rohseide wird nicht chemisch behandelt. Maulbeerseide wird von der Seidenspinnerraupe Bombyx Morii Linnaeus gesponnen, die nur mit Maulbeerblättern gefüttert wird. Diese Decken bestehen aus Maulbeerseide im Gegensatz zu „Wildseide“ oder „Tussahseide“. Die Aufzucht der Seidenspinner ist heute noch reine Handarbeit, sehr aufwendig und kostspielig. Das Vlies wird hergestellt in dem die Rohseidenfäden kreuz und quer gezogen werden um die quadratische Form einer Decke zu erhalten. Dies ist reine Handarbeit für welche mehrere Jahre Erfahrung erforderlich sind.



Absolut Allergiker freundlich!

Japanische Wissenschaftler haben belegt, dass Maulbeerseide natürliche Abwehrsubstanzen beinhaltet, die sich gegen Milben, Pilze und Bakterien richtet. Diese Barriere sorgt in der Maulbeerseide für eine nahezu Mikroorganismen freie Zone und ist verantwortlich für die Abwehr schädlicher und oft Allergien auslösender Kleinstlebewesen und deren Allergenen Partikel.

„Sleep-Faktor“ und Traditionen

Neuste biochemische Forschungen haben belegt, dass in Maulbeerseide ebenfalls verschiedene Aminosäuren vorhanden sind, die in Kontakt mit dem Menschen vor allem in der Schlafphase beruhigende Auswirkungen auf das Nervensystem haben. Diese in der Wissenschaft auch als „Sleep-Faktor“ bekannte Tatsache wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem, vertieft den Schlaf und sorgt somit für bessere Erholung in der Nacht.
Sicher verfügten die Chinesen vor ca. 4000 Jahren noch nicht über diese Kenntnisse. Dennoch zeigt die jahrtausendalte Tradition, dass Seide seit ihrer Entdeckung nie negative Eigenschaften aufwies. Sie hat von Beginn an in der traditionellen und bis heute auch in der modernen chinesischen Medizin einen hohen therapeutischen Stellenwert.

Maulbeerseide (Haspelseide) vs Wildseide (Tushaseide)

Maulbeerseide, auch Haspelseide genannt, wird durch abhaspeln bzw. abwickeln von mehreren Maulbeerseidenkokons zu einem Garn verzwirnt. Maulbeerseide wird nur durch die Maulbeerseidenspinner produziert. Bei diesen Insekten handelt es sich um Schmetterlinge einer bestimmten Gattung, deren Raupen fast ausschließlich gezüchtet und mit Blättern des Maulbeerbaumes gefüttert werden.

Damit die Seide abgehaspelt werden kann, muss Sie zuvor entbastet werden. Durch das entbasten der Kokons in einem Seifenlaugenwasser wird der Seidenbast (auch Sericin genannt) herausgewaschen bzw. von dem Seidenfaden gelöst. Maulbeerseidenfäden haben keinerlei Knötchen (Verdickungen), wie z.B. die Wildseide, und sind somit von Ihrer Oberflächenstruktur sehr homogen. Maulbeerseide wird deshalb auch als die glatteste Naturfaser bezeichnet und gilt als die hochwertigste aller Seidenarten, sie zeichnet sich außerdem durch einen glänzenden- weiß-silbrig schimmernden Faden aus.
Erst die langen natürlichen Endlosfäden ausschließlich aus Maulbeerseide ermöglichen sowohl die Herstellung von feinsten Webwaren, als auch die aufwendige und teils nur in Handarbeit durchführbare  Herstellung von durchgängigen und großflächigen Seidenvliesplatten für Schlafdecken. Das Vlies füllt die Deckenhülle in einem Stück aus (siehe auch hier Zucht und Heerstellung).
Die Tussahseide die durch den Tussahspinner geliefert wird, weist im Vergleich zum Maulbeerspinner, einen gröberen und natürlich gold-gelb gefärbten Seidenfaden auf. Dieser hat zudem eine weniger feine und ungleichmäßigere Struktur als der echte Maulbeerspinnerfaden und ist somit keineswegs hochwertiger.
 
Zur Herstellung von Tussahseide werden die Kokons des Tussahspinners - der in vielen Teilen Asiens wild vorkommt - gesammelt und weiterverarbeitet.  Im Normalfall handelt es sich dabei um Kokons, aus denen die Schmetterlinge bereits ausgeschlüpft sind, wodurch die Fadenstruktur unterbrochen wurde. Tussahseide oder Wildseide ist daher auch Spinnseide (so wie bei der Schappe- und Bourretteseide beschrieben) und wird oft als Füllvlies verwendet. 

Die gesponnenen Fäden sind jedoch dicker und nicht so glänzend und die Farben sind nicht so intensiv. Das Vlies in Bekleidung und Schlafdecken kann im Gegensatz zum Vlies aus Seide des Maulbeerspinners aufgrund der kurzen Fadenlänge nicht in einem Stück verarbeitet werden und die Decke gleichmäßig füllen.  


Unterschied von Maulbeerseiden Decken und Wildseiden Decken

Wildseide ist durch seine kurze Faserlänge (ca. 5 cm) meistens in einzelnen Taschen abgesteppt, damit Sie innerhalb der Decke nicht verrutschen und der Schlafdecke eine Formstabilität verleiht. Durchgehende Steppnähte bedeuten neben Ihrer Funktion als Fixierung auch Kältebrücken, die die klimatisierenden Eigenschaften der Füllung negativ beeinflussen können. Die Beschreibung 100% Wildseide bedeutet nicht zwingend, dass 100% Seide bei der Füllung verarbeitet wurde. Beimischungen von Polyester oder anderen Materialien erhöhen ein wenig den Bausch der Decke, können aber die besonderen Klimatisierungseigenschaften vermindern.
SICHOU verarbeitet ausschließlich nur Maulbeerseide, ob als Füllmaterial oder Bezugsstoff. Die Seidenvliesschichten in unseren Decken werden aus den Kokons des Maulbeerseidenspinners per Hand gezogen. Zu erkennen sind diese hochwertigen Schlafdecken mit Seidenfüllung an ihrer Konfektionsart: Bei Maulbeerseide ist im Gegensatz zu Wildseide eine Versteppung gar nicht, oder nur an wenigen Stellen punktuell notwendig. Aufgrund der Durchgängigkeit des Vlieses ist ein Verrutschen in der Deckenhülle auch ohne fixierende Steppnähte nahezu ausgeschlossen. Die hervorragende Klimatisierung (Feuchtigkeits- und Wärmeregulierung) einer Maulbeerseidenvliesfüllung wird nicht durch Steppnähte und andere Kältebrücken beeinflusst.
SICHOU – Seidendeckenfüllungen bestehen aus 100 % Seide, und zwar aus handgezogenem Seidenvlies aus hochwertigster Maulbeerseide. Dieses Qualitätskriterium lässt sich bei jeder Decke durch den seitlich angebrachten Eingriff (kurzer Reißverschluss) überprüfen. Durch Öffnen des Reißverschlusses wird die Seidenvliesfüllung einer SICHOU – Seidendecke sichtbar und fühlbar.